Ein Sommertag im AlmDorf Tonnerhütte Vom ersten Sonnenstrahl bis zum Sternenhimmel - so fühlt sich Sommer auf 1600 Metern an

Im Sommer werde ich meistens von selbst wach. Noch bevor die Sonne über die gegenüberliegenden Hänge steigt, höre ich sie schon – erst ganz leise, dann immer deutlicher. Das Glockengeläut der Kühe, die sich gemächlich auf den Weg zum Melken machen.

Für mich gibt es kaum einen schöneren Klang. Erst wenn ich diese Glocken höre, fühlt sich der Almsommer wirklich angekommen an.

Wenn du früh vor die Türe hinausgehst, begegnest du mir vielleicht schon. Meist bin ich um diese Zeit mit unserer Hündin Nika unterwegs. Während sie neugierig jeden neuen Geruch erkundet, liegt auf den Wiesen noch der Tau, die Luft ist kühl und klar und aus dem Wald steigt der Duft feuchter Erde auf.

Langsam wandern die ersten Sonnenstrahlen über die gegenüberliegenden Hänge. Das satte Grün der Almwiesen beginnt zu leuchten, die Blüten öffnen sich und der Himmel scheint mit jedem Augenblick ein wenig tiefer blau zu werden.

Es sind diese stillen Minuten, in denen der Tag ganz ohne Eile beginnt.

Wenn die Alm in voller Blüte steht

Anfang Juli zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Die Almwiesen stehen in voller Blüte und verwandeln die Hänge rund um das AlmDorf in ein buntes Mosaik aus Wildblumen, Kräutern und Gräsern.

Überall summt und flattert es. Bienen ziehen von Blüte zu Blüte, Schmetterlinge tanzen über die Wiesen und manchmal scheint es, als hätte jeder Quadratmeter seine eigene kleine Geschichte.

Wenn du langsam gehst, entdeckst du plötzlich Dinge, die dir sonst verborgen geblieben wären.

Vielleicht einen Marienkäfer auf einem Grashalm.

Eine Libelle, die sich im Sonnenlicht niederlässt.

Oder einfach den Wind, der durch das hohe Gras streicht und die ganze Alm in Bewegung versetzt.

Der Duft des Sommers

Es gibt einen Moment, den viele erst bemerken, wenn sie schon ein paar Tage hier sind.

Rund um die Mittagszeit, wenn die Sonne hoch über den Bergen steht, steigt der fein würzig-süßliche Duft der Almwiesen besonders intensiv auf. Die Wärme lässt die Kräuter und Blüten ihre ätherischen Öle freisetzen und plötzlich scheint die ganze Landschaft anders zu riechen.

Man kann diesen Duft kaum beschreiben.

Aber wer ihn einmal erlebt hat, erkennt ihn oft sofort wieder.

Vielleicht erinnerst du dich Jahre später nicht mehr an jede Wanderung. Doch dieser Geruch nach Sommer auf der Alm bleibt erstaunlich lange im Gedächtnis.

Jeder erlebt den Tag auf seine Weise

Das Schöne an einem Almurlaub ist, dass jeder seinen eigenen Rhythmus findet.

Manche zieht es gleich hinauf Richtung Zirbitzkogel. Andere folgen einem schmalen Wanderweg über die Almen, setzen sich auf eine Bank oder genießen einfach den Blick über die Seetaler Alpen.

Da sollten wir uns ganz an unsere Kinder halten. Sie brauchen dafür keine Anleitung.

Ein Bach wird zum Abenteuerspielplatz, ein Ast zum Wanderstock und hinter jedem Baumstamm wartet eine neue Entdeckung. Die Natur liefert keine fertigen Antworten. Sie lässt Raum für Fantasie.

Vielleicht ist genau das das größte Abenteuer.

Zeit, die wieder Zeit sein darf

Nach einer Wanderung schmeckt eine regionale Jause in der AlmKuchl gleich noch ein bisschen besser. Man erzählt von den kleinen Entdeckungen des Vormittags oder genießt einfach den Blick über die Berge.

Vielleicht verschwindest du danach mit einem Buch an den Naturbadeteich oder zur Seelenschaukel.

Vielleicht zieht es dich in unsere AlmWellness-Anlage, wo der Duft von Holz, wohltuende Wärme und der Blick hinaus auf die Bergwelt den Alltag ganz leise in den Hintergrund treten lassen.

Oder du gehst einfach noch einmal los.

Nicht, weil du noch etwas erreichen möchtest.

Sondern weil der Weg gerade so einladend aussieht.

Wenn der Abend golden wird

Die langen Tage Anfang Juli gehören für mich zu den schönsten des Jahres.

Vielleicht setzt du dich am Abend noch einmal auf die Terrasse. Genau das mache ich selbst immer wieder gerne. Die Sonne steht tief über den Bergen, die Luft wird angenehm mild und über den Almwiesen liegt dieses ruhige Summen der Bienen, das für mich untrennbar zum Sommer gehört.

Es braucht gar nicht viel.

Ein paar Minuten in der Abendsonne.

Den Blick über die Landschaft schweifen lassen.

Dem Wind zuhören.

Und einfach den Tag ausklingen lassen.

Der vielleicht schönsten Moment kommt ganz zum Schluss

Bevor du schlafen gehst, lohnt sich noch ein letzter Schritt vor die Tür.

Unsere Gäste sagen immer wieder denselben Satz: „So einen Sternenhimmel haben wir schon lange nicht mehr gesehen.“

Hier oben gibt es kaum Lichtverschmutzung. Genau deshalb zeigt sich der Nachthimmel in einer Klarheit, die viele überrascht. Mit jeder Minute werden mehr Sterne sichtbar, bis sich ein funkelndes Band über die Seetaler Alpen spannt.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich dafür ein wenig Zeit zu nehmen.

Nicht mit dem Handy in der Hand.

Sondern einfach nur mit dem Blick nach oben.

Vielleicht wird genau dieser Moment zu der Erinnerung, die dich noch lange begleitet, wenn dein Almurlaub schon längst wieder vorbei ist.

Denn manchmal sind es nicht die großen Erlebnisse, die bleiben.

Sondern das Glockengeläut am frühen Morgen, der Duft der Almwiesen in der Mittagssonne, das Summen der Bienen am Abend und ein Sternenhimmel, den man so nur dort findet, wo die Nacht noch wirklich dunkel sein darf.

Vielleicht nimmst du dir bei deinem nächsten Aufenthalt einfach einmal einen ganzen Tag Zeit – ohne Plan, ohne Uhr und ohne etwas erreichen zu müssen. Hör den Kuhglocken am Morgen zu, atme den Duft der Almwiesen ein und schau am Abend in den Sternenhimmel. Manchmal sind es genau diese einfachen Momente, die einem am längsten in Erinnerung bleiben. Ich freue mich darauf, sie mit dir hier oben auf der Tonnerhütte zu teilen.

Katharina

Anfrageformular

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
TT Punkt MM Punkt JJJJ
TT Punkt MM Punkt JJJJ